Glutenfreie Hostien „keine gültige Materie“?

Leserbrief zur Anfrage „Kommunionempfang für Gluten-Allergiker?“
Neue KirchenZeitung, Nr. 41/2006, Seite 6

In der Rubrik „Anfra­ge“ der letz­ten Aus­ga­be der Neu­en Kir­chen­Zei­tung ging es um Glu­ten-All­er­gi­ker (Zölia­kier), die auf bestimm­te Getrei­de­ar­ten – zum Bei­spiel den Wei­zen in Hos­ti­en – all­er­gisch reagie­ren.

Sie schrei­ben, die römi­sche Glau­bens­kon­gre­ga­ti­on erken­ne Hos­ti­en ohne Wei­zen­mehl nicht als „eucha­ris­ti­sche Mate­rie“ an. Aller­dings hät­ten die deut­schen Bischö­fe bereits 1996 ver­an­lasst, eigens sol­che Hos­ti­en her­zu­stel­len, die einen gesund­heit­lich unbe­denk­li­chen Rest­ge­halt einer spe­zi­el­len Wei­zen­stär­ke ent­hal­ten und des­halb von All­er­gi­kern ein­ge­nom­men wer­den kön­nen. In einer Bene­dik­ti­ne­rin­nen­ab­tei bei Güters­loh wür­den die­se „glu­ten­frei­en“ Hos­ti­en her­ge­stellt.

Ich fin­de es gut, dass sich Bischö­fe, Öko­tro­pho­lo­gen und Bene­dik­ti­ne­rin­nen bemü­hen, Zölia­kie-Kran­ken die Teil­nah­me an der Kom­mu­ni­on zu ermög­li­chen. Lei­der ist das nicht mehr zuläs­sig.

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Darf man die Hostie in den Kelch tauchen?

Leserbrief zur Anfrage „Die Hostie zur Kommunion in den Kelch tauchen?“
Neue KirchenZeitung, Nr. 40/2005, Seite 6

In der Rubrik „Anfra­ge“ schrieb Lis­beth Klin­ke aus Ober­ur­sel: „Unser frü­he­rer Pfar­rer tauch­te zur Kom­mu­ni­on die hei­li­ge Hos­tie etwas in den Kelch, so dass kein Trop­fen ver­gos­sen wur­de, und leg­te sie dem Gläu­bi­gen auf die Zun­ge. War­um wird nicht in allen Kir­chen so ver­fah­ren?“

Der Redak­teur Andre­as Hüser nann­te die­se Form der Kom­mu­ni­on „in deut­schen Kir­chen wenig ge­bräuch­lich“, aber laut „Redemp­tio­nis sacra­men­tum“ die „ein­zig erlaub­te Form des Ein­tau­chens der Hos­tie in den Wein“. Er beton­te, dass die Instruk­ti­on dem Gläu­bi­gen ver­bie­tet, selbst die Hos­tie in den Wein zu tau­chen.

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Denunzieren mit dem Segen der Kirche

Leserbrief zum Beitrag „Entschlossen gegen den Missbrauch“ über die
Instruktion „Redemptoris sacramentum“ · Neue KirchenZeitung, Nr. 18/2004, Seite 2

Im Früh­jahr 2004 ver­öf­fent­lich­te der Vati­kan die Instruk­ti­on „Redemp­tio­nis sacra­men­tum“ mit dem Unter­ti­tel „Über eini­ge Din­ge der hei­ligs­ten Eucha­ris­tie, die ein­zu­hal­ten und zu ver­mei­den sind“. Die Neue Kir­chen­Zei­tung stell­te die Instruk­ti­on vor und zitier­te eini­ge Stel­len. In mei­nem Leser­brief geht es spe­zi­ell um zwei Absät­ze aus dem Schluss der Instruk­ti­on, die von vie­len Kri­ti­kern als „Auf­ruf zur Denun­zia­ti­on“ ver­stan­den wird. Hier die bei­den Absät­ze im Ori­gi­nal­text:

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Das letzte Abendmahl auf dem Prüfstand

Die vati­ka­ni­sche Lit­ur­gie-Instruk­ti­on „Redemp­tio­nis sacra­men­tum“ (2004) regelt sehr genau, wie die Eucha­ris­tie zu fei­ern ist. Es ist merk­wür­dig, dass vie­le Rege­lun­gen dem wider­spre­chen, was Jesus den Apos­teln mit den Wor­ten „Tut dies zu mei­nem Gedächt­nis“ auf­ge­tra­gen hat.

Das, was Jesus und die Jün­ger taten, waren offen­sicht­lich „Miss­bräu­che“, die „zur Ver­dun­ke­lung des rech­ten Glau­bens“ bei­getra­gen haben [6] – denn Maß­stab für die Fei­er der Lit­ur­gie ist nicht, wie Jesus das Abend­mahl fei­er­te, son­dern „wie sie die Kir­che gewollt und fest­ge­setzt hat“ [12].

Das letz­te Abend­mahl wäre wahr­schein­lich anders ver­lau­fen, wenn damals ein Ver­tre­ter des Vati­kans anwe­send gewe­sen wäre, wie die fol­gen­de Geschich­te zeigt …

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