Kardinal Ratzinger über Harry Potter

Leserbrief zum Beitrag über das neue Harry-Potter-Buch
„Einige wähnen den Teufel am Werk“ · Neue KirchenZeitung, Nr. 45/2003, Seite 7

In einem län­ge­ren, gut recher­chier­ten Bei­trag ging es um das Phä­no­men „Har­ry Pot­ter“, die Kri­tik eini­ger Kir­chen­leu­te an den Büchern und die Ant­wort von Fach­leu­ten – Theo­lo­gen und Psy­cho­lo­gen. In die­sem Zusam­men­hang wur­de auch die hef­tigs­te Geg­nerin erwähnt: Die katho­lische Publi­zis­tin und Buch­autorin Gabrie­le Kuby hat schon meh­re­re Bücher geschrie­ben über die Ge­fahren für Kin­der, die (angeb­lich) von Har­ry Pot­ter aus­ge­hen. Sie hat dem dama­li­gen Kar­di­nal Ratz­in­ger ein Exem­plar geschickt und bekam von ihm eine per­sön­li­che Ant­wort, in der er u.a. schrieb: „Es ist gut, daß Sie in Sachen Har­ry Pot­ter auf­klä­ren, denn dies sind sub­ti­le Ver­füh­run­gen, die unmerk­lich und gera­de dadurch tief wir­ken und das Chris­ten­tum in der See­le zer­set­zen, ehe es über­haupt recht wach­sen konn­te.“ (Fak­si­mi­le des Schrei­bens fin­den Sie hier.)

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Harry-Potter-Fans sind die toleranteren Menschen

Psychologische Studie widerlegt Gabriele Kuby. Oder doch nicht?

 

Die katho­lisch-fun­da­men­ta­lis­ti­sche Publi­zis­tin Gabrie­le Kuby hat meh­re­re Bücher geschrie­ben über die Gefah­ren, die von Har­ry Pot­ter aus­ge­hen. In „10 Argu­men­te gegen Har­ry Pot­ter“ behaup­tet sie zum Bei­spiel:

Har­ry Pot­ter ist ein glo­ba­les Lang­zeit­pro­jekt zur Ver­än­de­rung der Kul­tur. Die Hemm­schwel­le gegen­über Magie wird in der jun­gen Genera­ti­on zer­stört. Damit drin­gen die Kräf­te in die Gesell­schaft ein, die das Chris­ten­tum einst über­wun­den hat.

Hog­warts, die Schu­le für Zau­be­rei und Hexe­rei, ist eine geschlos­se­ne Welt der Gewalt und des Grau­ens, der Ver­flu­chung und der Ver­he­xung, der Ras­sen­ideo­lo­gie und des Blut­op­fers, des Ekels und der Beses­sen­heit. Es herrscht eine Atmo­sphä­re stän­di­ger Bedro­hung, die sich auf den (jun­gen) Leser über­trägt.

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Prof. Ratzinger, Papst Benedikt und der Zölibat

Am 9. Febru­ar 1970 unter­zeich­ne­ten neun katho­lische Theo­lo­gen ein Memo­ran­dum zum Zöli­bat:

Die Unter­zeich­ne­ten, die durch das Ver­trau­en der deut­schen Bischö­fe als Theo­lo­gen in die Kom­mis­si­on für Fra­gen der Glau­bens- und Sit­ten­leh­re der Deut­schen Bischofs­kon­fe­renz beru­fen wor­den sind, füh­len sich gedrängt, den deut­schen Bischö­fen fol­gen­de Erwä­gun­gen zu unter­brei­ten.

Dar­in for­dern sie die Bischö­fe ein­dring­lich auf, die gül­ti­ge Zöli­bats­ge­setz­ge­bung zu über­den­ken. Zu den Unter­zeich­nern gehö­ren u.a.

  • Prof. Wal­ter Kas­par (spä­ter Kuri­en­kar­di­nal und Prä­si­dent des Päpst­li­chen Rates zur För­de­rung der Ein­heit der Chris­ten),
  • Prof. Karl Leh­mann (spä­ter Kar­di­nal und Vor­sit­zen­der der Deut­schen Bischofs­kon­fe­renz),
  • Prof. Karl Rah­ner (einer der bedeu­tends­ten Theo­lo­gen des 20. Jahr­hun­derts),
  • Prof. Joseph Ratz­in­ger, der spä­te­re Papst Bene­dikt XVI.

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Quod licet Iovi, non licet bovi

Was Jupiter erlaubt ist, ist dem Ochsen nicht erlaubt.

Die­ser Satz von Terenz kam mir in den Sinn, als ich den vori­gen Blog-Ein­trag (Prof. Ratz­in­ger, Papst Bene­dikt und der Zöli­bat) schrieb. Dort geht es um das Memo­ran­dum, in dem neun katho­lische Theo­lo­gen – unter ihnen Prof. Joseph Ratz­in­ger, der heu­ti­ge Papst Bene­dikt – die Kir­che auf­for­dern, die Zöli­bats­ge­setz­ge­bung zu über­den­ken.

Dass Ratz­in­ger sei­ne Ein­stel­lung zum Zöli­bat inzwi­schen um 180 Grad gewen­det hat, nimmt ihm offen­sicht­lich nie­mand übel. Jeden­falls nie­mand, der inner­halb der Kir­che etwas zu sagen hat.

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