Darf man einen Bischof kritisieren?

Zum Leserbrief „Nicht richten“ von Philip Hockerts und zum Interview mit Kai Diekmann · Neue KirchenZeitung, Nr. 28/2004 · Seite 2 und 14

In der Aus­gabe 24/2004 berich­tete die NKZ unter dem Titel „... und den Clowns kamen die Trä­nen. Ein dras­ti­scher Witz über Bischof Mül­ler bringt zwei Pries­ter in Bedräng­nis“ über eine Aus­ein­an­der­set­zung zwi­schen dem Regens­bur­ger Bischof Mül­ler und zwei sei­ner Pries­ter – bei der sich offen­sicht­lich auch der Bischof nicht so ganz kor­rekt ver­hal­ten hat. Der Pres­se­spre­cher des Bischofs kri­ti­sierte in einem Leser­brief die Bis­tums­presse:

(mehr …)

Die Kommunion – „kein einklagbares Recht“?

Offener Brief an Kardinal Gerhard Ludwig Müller

16. Juli 2014
Der Prä­fekt der vati­ka­ni­schen Glau­bens­kon­gre­ga­tion, Kar­di­nal Ger­hard Lud­wig Mül­ler, schließt eine Zulas­sung von wie­der­ver­hei­ra­te­ten Geschie­de­nen zur Kom­mu­nion wei­ter aus. In einem Gespräch mit dem Evan­ge­li­schen Pres­se­dienst (epd) betonte der oberste katho­li­sche Glau­bens­wäch­ter, die Kom­mu­nion sei „kein ein­klag­ba­res Recht“.
.

Sehr geehr­ter Herr Mül­ler,

wenn die Kir­che das Geschenk und Ver­mächt­nis Jesu Christi nicht in sei­nem Sinne ver­wal­tet, dann sind die Gläu­bi­gen durch­aus berech­tigt, ihr Recht ein­zu­kla­gen.

Jesus hat zum letz­ten Abend­mahl alle sei­nen Jün­ger ein­ge­la­den. Er schloss selbst Petrus nicht aus, von dem er wusste, dass er ihn feige ver­leug­nen würde, auch Judas nicht, von dem er wusste, dass er ihn an die Hohen­pries­ter aus­lie­fern würde.

Auch sonst war Jesus nicht bekannt dafür, Bedürf­tige aus­zu­schlie­ßen:

(mehr …)

Erst das Lehramt, dann die Forschung?

Offener Brief an Bischof Gerhard Ludwig Müller

 

Sehr geehr­ter Herr Bischof Mül­ler,

die Katho­li­sche Nach­rich­ten­agen­tur (kna) berich­tete von einer Dis­kus­sion um die Zukunft der Theo­lo­gie auf dem Katho­li­ken­tag 2012 in Mann­heim:

Der Regens­bur­ger Bischof betonte, selbst­ver­ständ­lich müss­ten Bedeu­tung und Kom­pe­tenz der theo­lo­gi­schen Fakul­tä­ten aner­kannt wer­den. Aber neue For­schungs­er­geb­nisse müss­ten mit Aus­sa­gen des Lehr­amts der Ver­gan­gen­heit und der Gegen­wart über­ein­stim­men.

Das ver­stehe ich nicht. Bis­her bin ich davon aus­ge­gan­gen, dass sich die Lehre nach den neu­es­ten Erkennt­nis­sen zu rich­ten hat – und nicht umge­kehrt:

(mehr …)

Das Verbrechen des Hans Maier

oder: Das weite, weite Herz der katholischen Kirche

Der Poli­tik­wis­sen­schaft­ler Hans Maier hat viel erreicht in sei­nem Leben. Ein Mensch, wie ihn sich die Kir­che nicht bes­ser wün­schen kann: katho­lisch, klug, kon­ser­va­tiv, enga­giert in Kir­che und Gesell­schaft. Im ver­gan­ge­nen Jahr ist Hans Maier acht­zig Jahre alt gewor­den. Das wäre für die Kir­che eigent­lich ein Anlass, ihn – ein wei­te­res Mal – zu ehren. Statt des­sen wurde ihm in zwei Bis­tü­mern Haus­ver­bot erteilt.

(mehr …)

Bischof Gerhard Ludwig Müller – eine Chronik

Prof. Dr. Dr. h. c. mult. Ger­hard Lud­wig Mül­ler, Bischof von Regens­burg, Hono­rar­pro­fes­sor an der Lud­wig-Maxi­mi­li­ans-Uni­ver­si­tät Mün­chen (so stellt er sich auf sei­ner Home­page vor) schafft es von allen Bischö­fen am häu­figs­ten in die Medien. Wor­über er aller­dings nicht immer sehr glück­lich ist …

Weil es schwie­rig wird, bei den vie­len Mel­dun­gen und Berich­ten den Über­blick zu behal­ten, habe ich seine Ein- und Aus­fälle chro­no­lo­gisch zusam­men­ge­stellt.

Den gan­zen Bei­trag lesen »