Gott mag Ökumene nur montags bis samstags

Leserbrief zum Beitrag „Vorabendmesse und ökumenischer Gottesdienst“
Neue KirchenZeitung, Nr. 20/2007, Seite 6

In der Rubrik „Anfrage“ ging es um das Thema öku­me­ni­sche Sonn­tags­got­tes­dienste. Autor der Anfrage war Ste­fan Alt­mann aus Darm­stadt, der mir schon öfter durch fun­da­men­ta­lis­ti­sche Leser­briefe auf­ge­fal­len ist.

In mei­ner lai­en­haf­ten Nai­vi­tät bin ich bis­her davon aus­ge­gan­gen, dass Gott sich freut, wenn Chris­ten unter­schied­li­cher Kon­fes­sion gemein­sam Got­tes­dienst fei­ern: „ein Leib und ein Geist … ein Herr, ein Glaube, eine Taufe, ein Gott und Vater aller“ (Eph 4,4). Nun lerne ich von der Deut­schen Bischofs­kon­fe­renz, dass Gott sich nur mon­tags bis sams­tags dar­über freut. Sonn­tags ist es Gott – oder der Bischofs­konferenz – wich­ti­ger, dass wir pflicht­ge­mäß römisch-katho­lisch Got­tes­dienst fei­ern. Natür­lich ohne unsere evange­lischen Glau­bens­ge­schwis­ter.

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Pro multis: „für alle“ oder „für viele“?

Papst Bene­dikt XVI hat am 24. April 2012 die deutsch­spra­chi­gen Bischöfe auf­ge­for­dert, die Wand­lungs­worte neu zu über­set­zen. Statt „mein Blut, das für euch und für alle ver­gos­sen wird zur Ver­ge­bung der Sün­den“ soll es künf­tig hei­ßen: „…das für euch und für viele ver­gos­sen wird…“.

Gleich vor­weg: Ich kann mit bei­den Vari­an­ten gut leben.
Aber die Begrün­dung des Paps­tes ist nicht schlüs­sig.

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