Zum Verbot der Interkommunion

Leserbrief zu einem Beitrag über das Verbot der Interkommunion
Neue KirchenZeitung, Januar 2004

„Nehmt und esst alle davon: Das ist mein Leib, der für euch hin­ge­ge­ben wird.“ Schade, dass sich Chri­stus beim letz­ten Abend­mahl so undeut­lich aus­drückte. Viel­leicht könnte diese Stelle bei der nächs­ten Lit­ur­gie­re­form prä­zi­ser for­mu­liert wer­den: „Das ist mein Leib, der für euch Katho­li­ken hin­ge­ge­ben wird.“ Das würde eine Menge Miss­ver­ständ­nisse ver­mei­den.

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Pro multis: „für alle“ oder „für viele“?

Papst Bene­dikt XVI hat am 24. April 2012 die deutsch­spra­chi­gen Bischöfe auf­ge­for­dert, die Wand­lungs­worte neu zu über­set­zen. Statt „mein Blut, das für euch und für alle ver­gos­sen wird zur Ver­ge­bung der Sün­den“ soll es künf­tig hei­ßen: „…das für euch und für viele ver­gos­sen wird…“.

Gleich vor­weg: Ich kann mit bei­den Vari­an­ten gut leben.
Aber die Begrün­dung des Paps­tes ist nicht schlüs­sig.

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Das letzte Abendmahl auf dem Prüfstand

Die vati­ka­ni­sche Lit­ur­gie-Instruk­tion „Redemp­tio­nis sacra­men­tum“ (2004) regelt sehr genau, wie die Eucha­ris­tie zu fei­ern ist. Es ist merk­wür­dig, dass viele Rege­lun­gen dem wider­spre­chen, was Jesus den Apos­teln mit den Wor­ten „Tut dies zu mei­nem Gedächt­nis“ auf­ge­tra­gen hat.

Das, was Jesus und die Jün­ger taten, waren offen­sicht­lich „Miss­bräu­che“, die „zur Ver­dun­ke­lung des rech­ten Glau­bens“ bei­ge­tra­gen haben [6] – denn Maß­stab für die Feier der Lit­ur­gie ist nicht, wie Jesus das Abend­mahl fei­erte, son­dern „wie sie die Kir­che gewollt und fest­ge­setzt hat“ [12].

Das letzte Abend­mahl wäre wahr­schein­lich anders ver­lau­fen, wenn damals ein Ver­tre­ter des Vati­kans anwe­send gewe­sen wäre, wie die fol­gende Geschichte zeigt …

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