Christliche Kleiderordnung

Leserbrief zur Leserbrief „Kleiderordnung“
Neue KirchenZeitung, Nr. 43/2005

Als Ergän­zung zu den Bei­trä­gen „Der wich­tigste Tag im Leben“ und „Eine unge­wöhn­li­che Hoch­zeit“, in denen es u.a. um fest­li­che Klei­dung geht, schrieb Horst Raab aus Kal­bach einen Leser­brief:
„Ich war mit mei­ner Frau ein paar Tage in Ber­lin, für den Sonn­tag hat­ten wir zum Got­tes­dienst­be­such in der Kathe­drale unsere Sonn­tags­klei­dung mit­ge­nom­men. Es ist dort wie über­all: Fest­ge­wän­der haben wir kaum gese­hen. Da zeigt sich doch wie­der mal: ich eben doch nur ein Klein­gläu­bi­ger. (...)“ Am Ende zitiert er eine Ordens­frau: „Zum Fest gehört ein fest­li­ches Kleid und ein gepfleg­tes äuße­res Erschei­nungs­bild. Das ent­spricht der Würde des Gast­ge­bers und gibt ihm Ehre.“

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Darf man die Hostie in den Kelch tauchen?

Leserbrief zur Anfrage „Die Hostie zur Kommunion in den Kelch tauchen?“
Neue KirchenZeitung, Nr. 40/2005, Seite 6

In der Rubrik „Anfrage“ schrieb Lis­beth Klinke aus Ober­ur­sel: „Unser frü­he­rer Pfar­rer tauchte zur Kom­mu­nion die hei­lige Hos­tie etwas in den Kelch, so dass kein Trop­fen ver­gos­sen wurde, und legte sie dem Gläu­bi­gen auf die Zunge. Warum wird nicht in allen Kir­chen so ver­fah­ren?“

Der Redak­teur Andreas Hüser nannte diese Form der Kom­mu­nion „in deut­schen Kir­chen wenig ge­bräuch­lich“, aber laut „Redemp­tio­nis sacra­men­tum“ die „ein­zig erlaubte Form des Ein­tau­chens der Hos­tie in den Wein“. Er betonte, dass die Instruk­tion dem Gläu­bi­gen ver­bie­tet, selbst die Hos­tie in den Wein zu tau­chen.

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Die allein seligmachende Kirche

Leserbrief zur Anfrage „Ist die katholische Kirche allein selig machend?“
Neue KirchenZeitung, Nr. 39/2005, Seite 6

In der Rubrik „Anfrage“ fragte der Leser Rai­mund Rüt­her: „Gibt es in der nach­kon­zi­lia­ren Kir­che noch immer die ver­bind­li­che Lehre, die katho­li­sche Kir­che sei die allein selig machende Kir­che?“ Ich war über­rascht, dass die Kir­che das tat­säch­lich immer noch so lehrt – und dass Chris­tina Hart­mann von der Bis­tums­presse (die die Ant­wort schrieb) die offi­zi­elle Lehre mit kei­nem Satz kom­men­tierte. Wie mag sich ein evan­ge­li­scher Christ füh­len, wenn er den Bei­trag in der Bis­tums­zei­tung liest?

Als Cyprian von Kar­thago (gestor­ben 258) das Schlag­wort „extra eccle­siam nulla salus“ (außer­halb der Kir­che gibt es kein Heil) prägte, war die Kir­che tat­säch­lich noch katho­li­kos, das heißt: alle betref­fend, all­ge­mein. Inzwi­schen hat sich diese Kir­che in eine Viel­zahl Kon­fes­sio­nen auf­ge­teilt, und „katho­lisch“ ist heute nicht mehr ein ver­bin­den­der, son­dern ein tren­nen­der Begriff.

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Warum dürfen Laien keine Kommunion austeilen?

Leserbrief zum Beitrag „Wenn die Ausnahme zur Regel wird“
Neue KirchenZeitung, Nr. 45/2004, Seite 5

In einem Bei­trag der Neuen Kir­chen­Zei­tung ging es um die Kom­mu­ni­on­hel­fer. Der Autor wies mit Bezug auf die Lit­ur­gie­in­struk­tion „Redemp­tio­nis sacra­men­tum“ dar­auf hin, dass nor­ma­ler­weise nur Pries­ter und Dia­kone die Kom­mu­nion aus­tei­len dür­fen. Nur in „Not­si­tua­tio­nen“ kön­nen auch Laien als Kom­mu­ni­on­hel­fer ein­ge­setzt wer­den (eine Regel, die in Deutsch­land völ­lig an der Pra­xis vor­bei geht). Mein Leser­brief geht auf wei­tere „Unge­reimt­hei­ten“ in der Lit­ur­gie-Instruk­tion ein.

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Darf man einen Bischof kritisieren?

Zum Leserbrief „Nicht richten“ von Philip Hockerts und zum Interview mit Kai Diekmann · Neue KirchenZeitung, Nr. 28/2004 · Seite 2 und 14

In der Aus­gabe 24/2004 berich­tete die NKZ unter dem Titel „... und den Clowns kamen die Trä­nen. Ein dras­ti­scher Witz über Bischof Mül­ler bringt zwei Pries­ter in Bedräng­nis“ über eine Aus­ein­an­der­set­zung zwi­schen dem Regens­bur­ger Bischof Mül­ler und zwei sei­ner Pries­ter – bei der sich offen­sicht­lich auch der Bischof nicht so ganz kor­rekt ver­hal­ten hat. Der Pres­se­spre­cher des Bischofs kri­ti­sierte in einem Leser­brief die Bis­tums­presse:

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Denunzieren mit dem Segen der Kirche

Leserbrief zum Beitrag „Entschlossen gegen den Missbrauch“ über die
Instruktion „Redemptoris sacramentum“ · Neue KirchenZeitung, Nr. 18/2004, Seite 2

Im Früh­jahr 2004 ver­öf­fent­lichte der Vati­kan die Instruk­tion „Redemp­tio­nis sacra­men­tum“ mit dem Unter­ti­tel „Über einige Dinge der hei­ligs­ten Eucha­ris­tie, die ein­zu­hal­ten und zu ver­mei­den sind“. Die Neue Kir­chen­Zei­tung stellte die Instruk­tion vor und zitierte einige Stel­len. In mei­nem Leser­brief geht es spe­zi­ell um zwei Absätze aus dem Schluss der Instruk­tion, die von vie­len Kri­ti­kern als „Auf­ruf zur Denun­zia­tion“ ver­stan­den wird. Hier die bei­den Absätze im Ori­gi­nal­text:

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Zum Verbot der Interkommunion

Leserbrief zu einem Beitrag über das Verbot der Interkommunion
Neue KirchenZeitung, Januar 2004

„Nehmt und esst alle davon: Das ist mein Leib, der für euch hin­ge­ge­ben wird.“ Schade, dass sich Chri­stus beim letz­ten Abend­mahl so undeut­lich aus­drückte. Viel­leicht könnte diese Stelle bei der nächs­ten Lit­ur­gie­re­form prä­zi­ser for­mu­liert wer­den: „Das ist mein Leib, der für euch Katho­li­ken hin­ge­ge­ben wird.“ Das würde eine Menge Miss­ver­ständ­nisse ver­mei­den.

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Kai Dieckmann und die Scheinheiligkeit

Leserbrief zum Interview mit Kai Dieckmann
Neue KirchenZeitung, Nr. 37/2003

Ich weiß nicht mehr, worum es in dem Inter­view mit Kai Dieck­mann im ein­zel­nen ging. Ich weiß aber noch genau, dass der Chef­re­dak­teur und die BILD-Zei­tung nicht ein­mal andeu­tungs­weise in Frage gestellt wur­den.

Sie wür­di­gen Kai Dieck­mann, den Chef­re­dak­teur der Bild-Zei­tung, und zitie­ren ihn mit den Wor­ten, „dass die Rück­be­sin­nung auf christ­li­che Werte zu einem Trend unse­rer Zeit wird“. Bei sei­ner Leser­schaft stelle er ein hohes Bedürf­nis nach Ant­wor­ten auf Lebens- und Sinn­fra­gen fest.

Wie sehr ihm diese The­men am Her­zen lie­gen, zeigt ein Blick auf die Bild-Titel­sei­ten der letz­ten Tage:

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Leserbriefe – reloaded

Weil ich im Moment kaum Zeit habe, neue Bei­träge zu schrei­ben, habe ich jetzt ange­fan­gen, statt des­sen alte Leser­briefe zu „recy­celn“. Ich schickte sie im Laufe der letz­ten Jahre an die Neue Kir­chen­Zei­tung, das ist die Wochen­zei­tung des Erz­bis­tums Ham­burg. Sie erscheint in der Ver­lags­gruppe Bis­tums­presse, einem Zusam­men­schluss meh­re­rer Bis­tums­zei­tun­gen. Die Leser­briefe sind daher auch in den Bis­tü­mern Ber­lin, Dres­den-Mei­ßen, Erfurt, Fulda, Gör­litz, Hil­des­heim, Lim­burg, Mag­de­burg, Mainz und Osna­brück erschie­nen (außer wenn sich der Leser­brief auf einen Bei­trag der Lokal­re­dak­tion bezog).
Hier fin­den Sie eine Über­sicht der bereits recy­cel­ten Leser­briefe.

Kardinal Ratzinger über Harry Potter

Leserbrief zum Beitrag über das neue Harry-Potter-Buch
„Einige wähnen den Teufel am Werk“ · Neue KirchenZeitung, Nr. 45/2003, Seite 7

In einem län­ge­ren, gut recher­chier­ten Bei­trag ging es um das Phä­no­men „Harry Pot­ter“, die Kri­tik eini­ger Kir­chen­leute an den Büchern und die Ant­wort von Fach­leu­ten – Theo­lo­gen und Psy­cho­lo­gen. In die­sem Zusam­men­hang wurde auch die hef­tigste Geg­nerin erwähnt: Die katho­li­sche Publi­zis­tin und Buch­autorin Gabriele Kuby hat schon meh­rere Bücher geschrie­ben über die Ge­fahren für Kin­der, die (angeb­lich) von Harry Pot­ter aus­ge­hen. Sie hat dem dama­li­gen Kar­di­nal Ratzin­ger ein Exem­plar geschickt und bekam von ihm eine per­sön­li­che Ant­wort, in der er u.a. schrieb: „Es ist gut, daß Sie in Sachen Harry Pot­ter auf­klä­ren, denn dies sind sub­tile Ver­füh­run­gen, die unmerk­lich und gerade dadurch tief wir­ken und das Chris­ten­tum in der Seele zer­set­zen, ehe es über­haupt recht wach­sen konnte.“ (Fak­si­mile des Schrei­bens fin­den Sie hier.)

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