donum vitae „außerhalb der katholischen Kirche“?

Leserbrief zum Beitrag „Donum Vitae weiter ausgegrenzt“
Neue KirchenZeitung, Nr. 12/2007 · Seite 4

In einer recht kur­zen Mel­dung erwähnte die Neue Kir­chen­Zei­tung, dass der Vati­kan die Gläu­bi­gen jetzt auf­ge­ru­fen habe, auf jeg­li­che Form der Unter­stüt­zung für donum vitae zu ver­zich­ten.

1999 ver­lo­ren die Cari­tas und der Sozi­al­dienst Katho­li­scher Frauen die staat­li­che Aner­ken­nung in der Schwan­ger­schafts­kon­flikt­be­ra­tung, weil ihnen die katho­li­schen Bischöfe Deutsch­lands auf Druck Roms unter­sag­ten, Beschei­ni­gun­gen über Bera­tungs­ge­sprä­che aus­zu­stel­len. Dar­auf­hin grün­de­ten über­wie­gend katho­li­sche Chris­ten den Ver­ein „donum vitae e.V. Ver­ei­ni­gung zum Schutz des mensch­li­chen Lebens“, um wei­ter­hin Schwan­ger­schafts­kon­flikt­be­ra­tung auf der Basis katho­li­scher Wert­vor­stel­lun­gen anbie­ten zu kön­nen. Ziel ist es, das unge­bo­rene Leben vor Abtrei­bung zu schüt­zen und Per­spek­ti­ven für das Leben mit dem Kind zu eröff­nen. Statt ihnen für ihre Arbeit zu dan­ken, erklär­ten die deut­schen Bischöfe im ver­gan­ge­nen Jahr, die Orga­ni­sa­tion (in der die meis­ten Mit­glie­der enga­gierte Katho­li­ken sind) sei „eine Ver­ei­ni­gung außer­halb der katho­li­schen Kir­che“ und unter­sagte kirch­li­chen Mit­ar­bei­tern die Mit­ar­beit bei donum vitae. Und jetzt kommt aus Rom die Anwei­sung, alle Gläu­bi­gen sol­len „auf jeg­li­che Form der Unter­stüt­zung ver­zich­ten“.

Auf die­sem Weg danke ich von Her­zen den Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­tern von donum vitae, die sich für den Schutz des unge­bo­re­nen Lebens und für Schwan­gere in Not ein­set­zen, und bitte um Got­tes Segen für Ihre Arbeit. Ich hatte es erst anders geplant, aber nun geht mein Fas­ten­op­fer an donum vitae.

admin 26.06.2015 Allgemein Keine Kommentare Kommentare RSS

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