• Leserbriefe

    Sacramentum Caritatis: Beten in toter Sprache

    Als am Pfingsttag die Menschen vom Heiligen Geist erfüllt wurden, konnte jeder sie verstehen: die Parther, Meder, Elamiter und wer nicht alles ... Jetzt empfiehlt der Papst, das Hochgebet wieder in Latein zu halten, einer toten Sprache, die nur wenige Altsprachler verstehen. Die übrigen Gläubigen sollen „angeleitet werden, die allgemeinsten Gebete in Latein zu kennen“, sprich: auswendig zu lernen. „An ihnen erfüllt sich die Weissagung Jesajas: Hören sollt ihr, hören, aber nicht verstehen.“ (Mt 13,14)

  • Leserbriefe

    Glutenfreie Hostien „keine gültige Materie“?

    Zum Glück gibt es für Menschen, die an Gluten-Unverträglichkeit leiden (Zöliakier), Gluten-freie Hostien. Genau genommen sind die in der Eucharistiefeier aber nicht erlaubt, denn die Liturgieinstruktion „Redemptionis sacramentum“ schreibt ohne jede Ausnahme oder Einschränkung vor, dass nur Hostien aus Weizenmehl „gültige Materie“ sind. Zuwiderhandlungen seien „schwerwiegende Angelegenheiten“, die „die Gültigkeit und die Würde der heiligsten Eucharistie in Gefahr bringen“. Pech für Gluten-Allergiker.

  • Leserbriefe

    Die allein seligmachende Kirche

    Die katholische Kirche lehrt tatsächlich immer noch, dass das Heil nur erlangen kann, wer der römisch-katholischen Kirche angehört. Es gibt zwar einige Ausnahmen, aber die helfen selbst Martin Luther King (Anglikaner), Dietrich Bonhoeffer (Lutheraner), Frère Roger (Reformierter), Mahatma Gandhi (Hindu), dem Dalai Lama (Buddhist) und Martin Buber (Jude) nicht.

  • Leserbriefe

    Darf man einen Bischof kritisieren?

    Die Bistumszeitung informierte die Leser über einen Konflikt zwischen dem Regensburger Bischof Gerhard Ludwig Müller und zwei Priestern seiner Diözese. Dafür ist die Bistumszeitung von Phillip Hockerts, Müllers Pressesprecher, heftig gerügt worden. Weil die Bistumzeitung offensichtlich nichts Falsches geschrieben hat, bedeutet das wohl: de episcopis nihil nisi bene.

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  • Leserbriefe

    Denunzieren mit dem Segen der Kirche

    Die vatikanische Liturgieinstruktion „Redemptionis sacramentum“ fordert die Gläubigen auf, „liturgische Missbräuche“ beim Diözsesanbischof (notfalls auch beim Apostolischen Stuhl in Rom) zu melden. Früher nannte man solche Menschen Denunzianten. Heute dürfen sie sich als Bewahrer der Heiligsten Eucharistie fühlen.

  • Leserbriefe

    Zum Verbot der Interkommunion

    Christus hat alle Jünger zum Abendmahl eingeladen. Auch Petrus, von dem er wusste, dass er ihn verraten würde, sogar Judas, der ihn an die Hohenpriester ausliefern würde. Die katholische Kirche schließt aber sogar die Menschen von der Eucharistie aus, deren einziger Fehler darin besteht, dass auf ihrer Lohnsteuerkarte nicht „RK“ steht. Und glaubt, damit im Sinne Jesu zu handeln.