Harry-Potter-Fans sind die toleranteren Menschen

Psychologische Studie widerlegt Gabriele Kuby. Oder doch nicht?

 

Die katho­lisch-fun­da­men­ta­lis­ti­sche Publi­zis­tin Gabrie­le Kuby hat meh­re­re Bücher geschrie­ben über die Gefah­ren, die von Har­ry Pot­ter aus­ge­hen. In „10 Argu­men­te gegen Har­ry Pot­ter“ behaup­tet sie zum Bei­spiel:

Har­ry Pot­ter ist ein glo­ba­les Lang­zeit­pro­jekt zur Ver­än­de­rung der Kul­tur. Die Hemm­schwel­le gegen­über Magie wird in der jun­gen Genera­ti­on zer­stört. Damit drin­gen die Kräf­te in die Gesell­schaft ein, die das Chris­ten­tum einst über­wun­den hat.

Hog­warts, die Schu­le für Zau­be­rei und Hexe­rei, ist eine geschlos­se­ne Welt der Gewalt und des Grau­ens, der Ver­flu­chung und der Ver­he­xung, der Ras­sen­ideo­lo­gie und des Blut­op­fers, des Ekels und der Beses­sen­heit. Es herrscht eine Atmo­sphä­re stän­di­ger Bedro­hung, die sich auf den (jun­gen) Leser über­trägt.

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Die Kirche gründet auf Jesus – nicht auf Paulus.

Offener Brief an Pfarrer Peter Moskopf


Am 28. Juni 2014 erschien in den Lübe­cker Nach­rich­ten in der Rubrik Wort zum Sonn­tag ein Bei­trag des katho­li­schen Pfar­rers Peter Moskopf aus Lübeck. Den woll­te ich so nicht ste­hen las­sen. Den fol­gen­den Brief hat­te ihm am 4. Juli geschickt. Eine Ant­wort habe ich bis­her lei­der nicht bekom­men.
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Sehr geehr­ter Pfar­rer Moskopf,

ich habe Ihr „Wort zum Sonn­tag“ in den LN vom ver­gan­ge­nen Sonn­tag gele­sen. Dazu habe ich eini­ge Anmer­kun­gen.

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Die Kommunion – „kein einklagbares Recht“?

Offener Brief an Kardinal Gerhard Ludwig Müller

16. Juli 2014
Der Prä­fekt der vati­ka­ni­schen Glau­bens­kon­gre­ga­ti­on, Kar­di­nal Ger­hard Lud­wig Mül­ler, schließt eine Zulas­sung von wie­der­ver­hei­ra­te­ten Geschie­de­nen zur Kom­mu­ni­on wei­ter aus. In einem Gespräch mit dem Evan­ge­li­schen Pres­se­dienst (epd) beton­te der obers­te katho­lische Glau­bens­wäch­ter, die Kom­mu­ni­on sei „kein ein­klag­ba­res Recht“.
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Sehr geehr­ter Herr Mül­ler,

wenn die Kir­che das Geschenk und Ver­mächt­nis Jesu Chris­ti nicht in sei­nem Sin­ne ver­wal­tet, dann sind die Gläu­bi­gen durch­aus berech­tigt, ihr Recht ein­zu­kla­gen.

Jesus hat zum letz­ten Abend­mahl alle sei­nen Jün­ger ein­ge­la­den. Er schloss selbst Petrus nicht aus, von dem er wuss­te, dass er ihn fei­ge ver­leug­nen wür­de, auch Judas nicht, von dem er wuss­te, dass er ihn an die Hohen­pries­ter aus­lie­fern wür­de.

Auch sonst war Jesus nicht bekannt dafür, Bedürf­ti­ge aus­zu­schlie­ßen:

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glo​ria​.tv – Shitstorming für Fortgeschrittene

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Wiki­pe­dia schreibt:

„Glo​ria​.tv ist eine Web­site katho­lisch-tra­di­tio­na­lis­ti­scher Aus­rich­tung, die als Video­por­tal und Inter­net­fern­se­hen betrie­ben wird. Gro­ße Tei­le der römisch-katho­li­schen Kir­che in Deutsch­land und der Schweiz haben sich seit dem Jahr 2013 deut­lich von dem Por­tal distan­ziert bezie­hungs­wei­se ihre Mit­ar­beit oder Unter­stüt­zung been­det.“

Die Bewer­tung „katho­lisch-tra­di­tio­na­lis­tisch“ ist aller­dings eine arge Unter­trei­bung. Das war glo​ria​.tv viel­leicht vor eini­gen Jah­ren. Aber nach­dem das pseu­do­ka­tho­li­sche, rechts­ex­tre­me, juden-, schwu­len und aus­län­der­feind­li­che kreuz​.net nicht ganz frei­wil­lig off­line gegan­gen ist, hat sich glo​ria​.tv als eben­bür­ti­ger Nach­fol­ger erwie­sen. Es ist sicher sehr schwer, sich vor­zu­stel­len, was in den Köp­fen die­ser „katho­lisch-tra­di­tio­na­lis­ti­schen“ Men­schen vor sich geht, aber wenn man sich die Kom­men­ta­re zu fol­gen­dem Video anschaut, bekommt man viel­leicht eine lei­se Ahnung.

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Judenwitze im Priesterseminar

Offener Brief an den Würzburger Bischof Friedhelm Hofmann

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Es ging durch die Medi­en: Das Pries­ter­se­mi­nar Würz­burg hat zwei Semi­na­ris­ten wegen rechts­ra­di­ka­ler Äuße­run­gen raus­ge­wor­fen; über die Zukunft eines drit­ten wur­de noch nicht ent­schie­den. (Mehr Infor­ma­tio­nen fin­den Sie zum Bei­spiel hier und hier.) Eine kirch­li­che Unter­su­chungs­kom­mis­si­on wirft den Pries­ter­amts­an­wär­tern vor, sie hät­ten

• KZ-Wit­ze zur Unter­hal­tung erzählt,
• im Bier­kel­ler Hit­ler „imi­tiert und par­odiert“,
• den Hit­ler­gruß gezeigt,
• heim­lich ein Kon­zert der rech­ten Band „Frei.Wild“ besucht,
• im Spei­se­saal nach einem „Neger“ zum Abräu­men geru­fen.

So weit alles klar. Bis auf eine Äuße­rung von Bischof Hof­mann im Baye­ri­schen Rund­funk:

„Ich muss sagen, was ent­schei­dend mit ist, ob eine gewis­se Ein­sicht vor­han­den ist oder nicht, ob man sich sperrt. Und ich hat­te das Emp­fin­den, nein, das war nicht da.“

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Das Kirchweihfest – und wie es hätte sein können

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Ges­tern wur­de nach ein­jäh­ri­ger Reno­vie­rung die katho­lische Propstei­kir­che Herz Jesu in Lübeck ein­ge­weiht. Kei­ne Fra­ge – es war ein wür­di­ges, fei­er­li­ches Fest­hoch­amt, zele­briert vom Erz­bi­schof unter Mit­wir­kung von vier­zehn Pries­tern und Dia­ko­nen und vie­len Minis­tran­ten, musi­ka­lisch groß­ar­tig gestal­tet von drei Chö­ren, Solis­ten und Orches­ter, mit Gruß­wor­ten des Bür­ger­meis­ters und der evan­ge­li­schen Pröps­tin. Nein, es war wirk­lich ein gelun­ge­ner, groß­ar­ti­ger Got­tes­dienst. Und trotz­dem fehl­te mir etwas.
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Kathpedia – das „katholische Wikipedia“


Kath­pe­dia ist eine Art Wiki­pe­dia für kir­chen­treue Katho­li­ken, die es nicht so genau wis­sen wol­len.

Neh­men wir zum Bei­spiel den Arti­kel über den Pries­ter Reto Nay. Der Bei­trag endet mit den Wor­ten:

Seit Dezem­ber 2006 ist er Seel­sor­ger in der Schwei­zer Pfar­rei Sedrun.
Er ist auch der Mit­be­grün­der der katho­li­schen Platt­form Glo­ria-TV.

Dass er bereits vor vier Wochen (u.a. wegen eines Bei­trags auf Glo­ria-TV, in dem katho­lische Bischö­fe mit Haken­kreu­zen abge­bil­det wur­den), von sei­ner Kir­chen­ge­mein­de ent­las­sen wur­de, dass er zwei Tage spä­ter von sei­nem Bischof sei­nes Amtes ent­ho­ben wur­de, dass er seit­dem unter­ge­taucht ist – das alles wird hier nicht erwähnt. Dabei wur­de der Arti­kel heu­te (am 18.04.2013) zuletzt über­ar­bei­tet… (Wenn Sie sich für die Details inter­es­sie­ren, lesen Sie über Reto Nay auf Wiki­pe­dia.)

Nach­trag:
Am 19.04.2013 – nur einen Tag nach mei­nem Blog-Ein­trag – hat Kath­pe­dia den Arti­kel über Reto Nay kom­plett gelöscht. Die ande­ren Bei­trä­ge (sie­he unten) exis­tie­ren immer noch. Genau­so unvoll­stän­dig wie zuvor.

Auch in ande­ren Fäl­len erweist sich Kath­pe­dia als ver­blüf­fend unin­for­miert (oder bes­ser: unin­for­mie­rend):

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Das Leben des Brian – Blasphemie?

Offener Brief an den Bamberger Bischof Ludwig Schick

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Sehr geehr­ter Herr Bischof Schick,

im Bei­trag „Got­tes­läs­te­rung bestra­fen?“ (Publik-Forum, Nr. 19 · 2012, Sei­te 29) schrei­ben Sie unter der Über­schrift „Auch das Chris­ten­tum wird belei­digt“:

Auch ihre [die christ­li­che] Reli­gi­on wird beschimpft und belei­digt – durch Bil­der und Fil­me. Zu den bekann­tes­ten gehört „Das Leben des Bri­an“, in dem der Kreu­zes­tod Jesu der Lächer­lich­keit preis­ge­ge­ben wird.

Haben Sie den Film über­haupt gese­hen?

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Bücherverbrennung auf gut katholisch

„… denn Sie dürfen das eigentlich gar nicht lesen“

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In sei­nem Fern­seh­sen­der K-TV emp­fiehlt Pfar­rer Hans Buschor einer tele­fo­nisch zuge­schal­te­ten Zuschaue­rin, die Bücher des katho­li­schen Theo­lo­gen Prof. Hans Küng zu ver­bren­nen:.

„Ich kann Ihnen einen ganz guten Rat geben: Es ist zwar nicht mehr kalt, aber ein biss­chen Ofen­wär­me könn­te ein Buch von Hans Küng Ihnen doch noch geben. Wenn Sie ein Buch erwor­ben haben von Hans Küng, äh, dann ist der Ofen der rich­ti­ge Ort, wo es dann ver­brannt wird, denn Sie dür­fen eigent­lich das gar nicht lesen, weil ich jetzt gesagt habe, dass Irr­leh­ren drin sind.“.

Ein katho­li­scher Pries­ter, der nach der Bücher­ver­bren­nung der Natio­nal­so­zia­lis­ten mit mild lächeln­dem Gesicht eine Bücher­ver­bren­nung emp­fiehlt? Ein Pries­ter, der erwach­se­nen Katho­li­ken vor­schrei­ben will, wel­che Bücher sie nicht lesen dür­fen?

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Wenn Sie sich die Lobes­hym­nen auf den Papst („demü­ti­ger, uner­hört intel­li­gen­ter Theo­lo­ge, demü­tig, unser römisch-katho­li­schen Kir­che treu, trotz sei­nes raschen Auf­stie­ges ein abso­lut demü­ti­ger, … sagen wir mal … Papst jetzt …“) nicht antun wol­len, kön­nen Sie gleich zur Posi­ti­on 3:00 vor­sprin­gen.

Video auf You­tube

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Das katholische Suchspiel

Neu­lich ver­brach­te ich eini­ge Tage im öster­rei­chi­schen Stu­bai­tal. Am Ort befand sich die­se frisch reno­vier­te Kir­che, ein (Alp-)Traum aus Zucker­guss und Blatt­gold; kaum ein Qua­drat­me­ter ohne Schnör­kel aus Gips, Hei­li­ge in Öl oder geflü­gel­te Nacke­deis. Ich per­sön­lich mag ja lie­ber schlich­te roma­ni­sche oder goti­sche Kir­chen oder man­che moder­ne Kir­chen, die mich nicht vom Wesent­li­chen ablen­ken. Aber das war es nicht allei­ne, war­um ich mich in die­ser Kir­che so fremd fühl­te.

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