Archiv für die Kategorie 'Allgemein'

Du suchst im Moment im Archiv von sancta simplicitas.

Rudolf Voderholzer über Islam und Judentum

Die Voderholz’sche Theologie zuende gedacht

voderholzer

Rudolf Voder­hol­zer, Bischof von Regens­burg, pre­digte am Pfingst­sonn­tag 2016 beim 67. Sude­ten­deut­schen Tag in Nürn­berg über die Gemein­sam­kei­ten von Chris­ten­tum, Juden­tum und Islam, beson­ders aber über die Unter­schiede – jeden­falls die Unter­schiede zwi­schen Chris­ten­tum und Islam. Dabei begeht er einen klei­nen Denk­feh­ler.

Den gan­zen Bei­trag lesen »

Geschrieben von admin am 20. Mai 2016 | Abgelegt unter Allgemein | Keine Kommentare

Kardinal Müller: Theologen müssen sich dem Lehramt unterordnen

Kardinal Gerhard Ludwig Müller: Theologen müssen sich dem Lehramt unterordnen

Offener Brief an Kardinal Gerhard Ludwig Müller
Präfekt der Glaubenskongregation

.
Wie­der ein­mal erklärte Kar­di­nal Mül­ler, dass sich die Theo­lo­gie­pro­fes­so­ren dem Lehr­amt der Kir­che – also Bischö­fen und Papst – unter­ord­nen müss­ten. Auf den Sei­ten des Inter­net­por­tals domradio.de heißt es:

„Das Lehr­amt der Bischöfe und des Paps­tes ist unmit­tel­bar von Chris­tus ein­ge­setzt“, sagte Kar­di­nal Mül­ler im Inter­view mit domradio.de. (…)
In der aka­de­mi­schen Theo­lo­gie, erklärte Mül­ler, sei die mensch­li­che Ver­nunft Urhe­be­rin einer Lehre. Dies könne man nicht auf die glei­che Ebene stel­len wie das Wort Got­tes, das von der mensch­li­chen Ver­nunft ergrün­det wer­den wolle.

.

Sehr geehr­ter Herr Kar­di­nal Mül­ler,

Ihre Argu­men­ta­tion kann ich nicht nach­voll­zie­hen. Zunächst ein­mal ist mir unbe­kannt, dass Chris­tus das Lehr­amt der Bischöfe und des Paps­tes ein­ge­setzt hätte. In der mir vor­lie­gen­den Bibel ver­liert Jesus kein Wort über ein Lehr-, Bischofs- oder Papst­amt oder über eine (insti­tu­tio­nelle) Kir­che. Kein Wun­der – schließ­lich ent­wi­ckelte sich das Bischofs­amt erst ganz all­mäh­lich ab dem 2. Jahr­hun­dert. (Bis dahin wur­den die früh­kirch­li­chen Gemein­den kol­le­gial durch Gemein­de­äl­teste gelei­tet.) Und ein Papst­amt als Ober­haupt der gesam­ten (West-)Kirche gibt es erst seit dem 9. Jahr­hun­dert (Vier­tes Kon­zil von Kon­stan­ti­no­pel, 879/880). (Siehe auch: „Anmer­kun­gen zum Petrus­amt„, Nr. 53ff)

Aber ich muss gar nicht so weit in die Ver­gan­gen­heit gehen: Im Jahre 1864 bezeich­nete Papst Pius IX. (dem wir auch das Dogma der päpst­li­chen Unfehl­bar­keit ver­dan­ken und der im Jahre 2000 von Johan­nes Paul II selig gespro­chen wurde) in der Enzy­klika Quanta Cura die Reli­gi­ons- und Gewis­sens­frei­heit als „Wahn­sinn“:

Den gan­zen Bei­trag lesen »

Geschrieben von admin am 28. Februar 2016 | Abgelegt unter Allgemein | Keine Kommentare

Heinrich Wachter demontiert Papst Franziskus

Offener Brief an Prälat Heinrich Wachter, Regensburg.Prälat Heinrich Wachter

Sehr geehr­ter Herr Prä­lat Wach­ter,

ich habe gerade das Inter­view gele­sen, dass das Wochen­blatt mit Ihnen geführt hat. Dazu habe ich einige Anmer­kun­gen.

Den gan­zen Bei­trag lesen »

Geschrieben von admin am 1. Februar 2016 | Abgelegt unter Allgemein | Keine Kommentare

Bischof Huonder und die Homosexualität

Offener Brief an Bischof Dr. Vitus Huonder (Chur / Schweiz)

.
Beim dies­jäh­ri­gen Kon­gress „Freude am Glau­ben“, den das Forum Deut­scher Katho­li­ken ver­an­stal­tet hat, hielt der Bischof Huon­der einen Vor­trag über Ehe und Fami­lie, den Sie hier nach­le­sen kön­nen. Darin sagte er:

Lev 18,22; 20,13
Du darfst nicht mit einem Mann schla­fen, wie man mit einer Frau schläft; das wäre ein Gräuel.“
„Schläft einer mit einem Mann, wie man mit einer Frau schläft, dann haben sie eine Gräu­el­tat began­gen; beide wer­den mit dem Tod bestraft; ihr Blut soll auf sie kom­men.“
Die bei­den Texte legen mit wei­te­ren ande­ren Stel­len der Hei­li­gen Schrift, ins­be­son­dere im Buch Levi­ti­kus, die gött­li­che Ord­nung vor, wel­che für den Umgang mit der Sexua­li­tät gilt.

 

Sehr geehr­ter Herr Bischof Huon­der!

Ich finde es inter­es­sant, dass Sie die bei­den Verse aus dem drit­tem Buch Mose für Teil der „gött­li­chen Ord­nung“ hal­ten. Wie sieht es mit den ande­ren Ver­sen aus?

  • In Lev 15,19ff heißt es, dass eine Frau in der Mens­trua­tion sie­ben Tage lang unrein ist, „wer sie berührt, ist unrein“.
    Ist das die gött­li­che Ord­nung, wel­che für den Umgang mit Frauen gilt?
  • In Lev 19,26 heißt es: „Ihr sollt euer Kopf­haar nicht rundum abschnei­den. Du sollst dei­nen Bart nicht stut­zen.“
    Ist das die gött­li­che Ord­nung, wel­che für die männ­li­che Kör­per­pflege gilt?
  • In Lev 20,9 heißt es: „Wenn ihr die Ernte eures Lan­des ein­bringt, sollt ihr das Feld nicht bis zum äußers­ten Rand abern­ten.“
    Ist das die gött­li­che Ord­nung, wel­che für die Land­wirt­schaft gilt?
  • In Lev 20,27 heißt es: „Män­ner oder Frauen, in denen ein Toten- oder ein Wahr­sa­ge­geist ist, sol­len mit dem Tod bestraft wer­den.“
    Ist das die gött­li­che Ord­nung, wel­che für den Umgang mit Spi­ri­tis­ten gilt?
  • In Lev 21,16ff heißt es, dass nie­mand mit einem Gebre­chen Pries­ter wer­den kann, „kein Blin­der oder Lah­mer, kein im Gesicht oder am Kör­per Ent­stell­ter, kein Mann, der einen gebro­che­nen Fuß oder eine gebro­chene Hand hat, kei­ner mit Buckel, Mus­kel­schwund, Augen­star, Krätze, Flechte oder Hoden­quet­schung.“
    Ist das die gött­li­che Ord­nung, wel­che für den Umgang mit Pries­ter­amtskan­di­da­ten gilt?
  • In Lev 25,44 heißt es: „Die Skla­ven und Skla­vin­nen, die euch gehö­ren sol­len, kauft von den Völ­kern, die rings um euch woh­nen; von ihnen könnt ihr Skla­ven und Skla­vin­nen erwer­ben.“
    Ist das die gött­li­che Ord­nung, wel­che für den Umgang mit Aus­län­dern gilt?
  • In Ex 21,7 heißt es: „Wenn einer seine Toch­ter als Skla­vin ver­kauft hat, soll sie nicht wie andere Skla­ven ent­las­sen wer­den.“
    Ist das die gött­li­che Ord­nung, wel­che für den Umgang mit unse­ren Töch­tern gilt?
  • In Ex 21,17 heißt es: „Wer sei­nen Vater oder seine Mut­ter ver­flucht, wird mit dem Tod bestraft.“
    Ist das die gött­li­che Ord­nung, wel­che für den Umgang mit unse­ren Eltern gilt?

Wenn Sie diese Fra­gen ver­nei­nen: Woher neh­men Sie die Gewiss­heit, dass aus­ge­rech­net Levi­ti­kus  18,22 und 20,13 noch heute für uns Maß­stab sein sol­len?

Auf ein Ant­wort bin ich sehr gespannt.

Mit freund­li­chen Grü­ßen
Klaus Kegebein

 

Geschrieben von admin am 8. August 2015 | Abgelegt unter Allgemein | Keine Kommentare

donum vitae „außerhalb der katholischen Kirche“?

Leserbrief zum Beitrag „Donum Vitae weiter ausgegrenzt“
Neue KirchenZeitung, Nr. 12/2007 · Seite 4

In einer recht kur­zen Mel­dung erwähnte die Neue Kir­chen­Zei­tung, dass der Vati­kan die Gläu­bi­gen jetzt auf­ge­ru­fen habe, auf jeg­li­che Form der Unter­stüt­zung für donum vitae zu ver­zich­ten.

Den gan­zen Bei­trag lesen »

Geschrieben von admin am 26. Juni 2015 | Abgelegt unter Allgemein | Keine Kommentare

Der Knall des Don Reto Nay

Der Sedru­ner Pries­ter Reto Nay (Mit­be­grün­der und akti­ver Mit­ar­bei­ter des ultra­ka­tho­li­schen Video­por­tals gloria.tv) wurde zwar schon 2013 von sei­ner Kirch­ge­meinde frist­los ent­las­sen, von sei­nem Bischof Huon­der exkar­di­niert und ist seit­her unter­ge­taucht, aber er ver­öf­fent­licht wei­ter­hin flei­ßig Pre­dig­ten und Exege­sen auf gloria.tv.

Neu­gie­rig, wie ich manch­mal bin, habe ich in sei­nen aktu­el­len „Vor­trag über das 22. Kapi­tel der Offen­ba­rung des Johan­nes (Apo­ka­lypse)“ rein­ge­schaut. Es ist durch­aus inter­es­sant (wenn auch nicht nach­voll­zieh­bar), wie er ver­sucht, in die­sem Bibel­text die Beschrei­bung der Hei­li­gen Eucha­ris­tie zu fin­den.

Vor­läu­fi­ger Höhe­punkt des Vor­trags war fol­gen­des Zitat (ab 9:52 min):

„Die Messe ist wie in Bohr­ham­mer, der sich in die Erde hin­ein­frisst und immer tie­fer hin­ein dringt, immer mehr zer­stört, immer mehr ver­nich­tet, bis er auf die Hölle trifft. Und dort kommt es zum gro­ßen Knall, zur gro­ßen Explo­sion.“

Ah ja. Gut zu wis­sen.

Zum Rest des Vor­trags kann ich nichts sagen. Mehr wollte ich mir nicht antun.

Geschrieben von admin am 26. Juni 2015 | Abgelegt unter Allgemein | Keine Kommentare

Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben

Die Deut­sche Bischofs­kon­fe­renz hat die For­de­run­gen des Zen­tral­ko­mi­tees der deut­schen Katho­li­ken (ZdK) nach einer kirch­li­chen Seg­nung homo­se­xu­el­ler Paare sowie wie­der­ver­hei­ra­te­ter Geschie­de­ner zurück­ge­wie­sen. Das sei „mit Lehre und Tra­di­tion der Kir­che nicht ver­ein­bar“.

Den gan­zen Bei­trag lesen »

Geschrieben von admin am 23. Mai 2015 | Abgelegt unter Allgemein | Keine Kommentare

Warum dürfen Laien keine Kommunion austeilen?

Leserbrief zum Beitrag „Wenn die Ausnahme zur Regel wird“
Neue KirchenZeitung, Nr. 45/2004, Seite 5

In einem Bei­trag der Neuen Kir­chen­Zei­tung ging es um die Kom­mu­ni­on­hel­fer. Der Autor wies mit Bezug auf die Lit­ur­gie­in­struk­tion „Redemp­tio­nis sacra­men­tum“ dar­auf hin, dass nor­ma­ler­weise nur Pries­ter und Dia­kone die Kom­mu­nion aus­tei­len dür­fen. Nur in „Not­si­tua­tio­nen“ kön­nen auch Laien als Kom­mu­ni­on­hel­fer ein­ge­setzt wer­den (eine Regel, die in Deutsch­land völ­lig an der Pra­xis vor­bei geht). Mein Leser­brief geht auf wei­tere „Unge­reimt­hei­ten“ in der Lit­ur­gie-Instruk­tion ein.

Den gan­zen Bei­trag lesen »

Geschrieben von admin am 14. April 2015 | Abgelegt unter Allgemein | Keine Kommentare

Fußwaschung – eine Demutsgeste?

fusswaschung

Bild: Glas­fens­ter von Max Rüedi, Foto von Charly Ber­nas­coni (Wiki­me­dia)

Am Grün­don­ners­tag wird in vie­len Kir­chen die ritu­elle Fuß­wa­schung voll­zo­gen. Sie erin­nert an das Letzte Abend­mahl, als Jesus sei­nen Jün­gern zur Begrü­ßung die Füße wusch (siehe Joh 13ff). Der Sohn Got­tes über­nahm die Arbeit, für die sonst Skla­ven oder Knechte zustän­dig waren, um seine Demut und die Bereit­schaft zum Die­nen zu zei­gen.

Das, was in vie­len Kir­chen und Kathe­dra­len geschieht, hat aber nicht mehr viel mit dem zu tun, was Jesus vor knapp zwei­tau­send Jah­ren vor­ge­macht hat. So zum Bei­spiel im Regens­bur­ger Dom:

Den gan­zen Bei­trag lesen »

Geschrieben von admin am 10. April 2015 | Abgelegt unter Allgemein | Keine Kommentare

Müssen sich Muslime von islamistischen Gewalttätern distanzieren?

Offener Brief an Bischof Rudolf Voderholzer


Der Regens­bur­ger Bischof Rudolf Voder­hol­zer hat keine Ein­wände gegen mus­li­mi­sche Schüt­zen­kö­nige in katho­li­schen Schüt­zen­bru­der­schaf­ten.
Ein rich­ti­ger Voll­tref­fer wäre es aber nach den Wor­ten des Bischofs, wenn der neue Schüt­zen­kö­nig seine dadurch erwor­bene Bekannt­heit nut­zen würde, um öffent­lich deut­lich zu machen: Der allein sinn­volle Gebrauch eines Gewehrs besteht darin, in einem Sport- oder Schüt­zen­ver­ein auf Schei­ben zu schie­ßen und nicht auf Men­schen.
Zugleich würde sich der Bischof wün­schen, dass der Schüt­zen­kö­nig ein sol­ches State­ment gerade auch als Mus­lim abgebe. Dabei könnte er seine Glau­bens­brü­der und -schwes­tern auf­ru­fen, „sich ein­deu­tig von aller Gewalt und krie­ge­ri­scher Aktion im Namen des Islam zu distan­zie­ren“. (KNA)

.
Sehr geehr­ter Herr Bischof Voder­hol­zer,

haben Sie einen kon­kre­ten Anlass zu der Ver­mu­tung, der mus­li­mi­sche Schüt­zen­kö­nig Mih­tat Gedik sei ein­ver­stan­den mit Gewalt und krie­ge­ri­schen Aktio­nen im Namen des Islam? Wenn ja, dann bitte raus mit der Spra­che! Wenn nein, warum soll er sich dann davon distan­zie­ren?

Was (außer der Tat­sa­che, dass sie dem Islam ange­hö­ren) ver­bin­det Herrn Gedik mit isla­mis­ti­schen Hass­pre­di­gern, Gewalt­tä­tern oder Ter­ro­ris­ten?

Warum soll sich jemand distan­zie­ren, wenn durch­ge­knallte Anhän­ger der glei­chen Reli­gion im Namen die­ser Reli­gion Gewalt­ta­ten bege­hen? Muss ich mich als Christ auch stän­dig von jenen distan­zie­ren, die im Namen Christi z.B. Brand­an­schläge auf Abtrei­bungs­kli­ni­ken ver­üben? Oder von Anders Brei­vik, der sich selbst als hun­dert­pro­zen­ti­gen Chris­ten bezeich­nete und 77 Men­schen ermor­dete? Oder von mei­ner Kir­che, die Jahr­hun­derte lang die übels­ten Greu­el­ta­ten began­gen hat?

Mit Ihrem „Wunsch“ an Herrn Gedik erwe­cken Sie den Ein­druck, der Islam an sich – und nicht ein win­zi­ger Teil irre­ge­lei­te­ter Anhän­ger – sei (poten­ti­ell) gewalt­tä­tig. Inter­re­li­giö­sen Dia­log auf Augen­höhe stelle ich mir anders vor.

Mit freund­li­chen Grü­ßen
Klaus Kegebein

 

Geschrieben von admin am 9. August 2014 | Abgelegt unter Allgemein | Keine Kommentare

Nächste Einträge »